Die Kluft zwischen Liebe und Hass scheine ihr „heute unüberwindlicher als je zuvor“, sagt die Komponistin Sofia Gubaidulina. Für ihr Oratorium „Über Liebe und Hass” wählte sie biblische Psalm- und Gebetstexte und schuf so ein Werk, das in vier Solostimmen, zwei Chören und großem Orchester eine Dichte von Klang und Sinn entfaltet und den Gegensatz zweier Urkräfte reflektiert – den universellen Triebfedern menschlichen Handelns.