Seckou Keita ist einer der großen Virtuosen auf der Kora, der traditionellen westafrikanischen Stegharfe. Geboren in der Region Casamance im Südsenegal, wuchs er mit der traditionsreichen Kunst der Griots auf, der professionellen Sänger und Geschichtenerzähler. Als Nachkomme einer jahrhundertealten Dynastie führt er diese uralte Tradition fort.
Seine virtuose Spielfreude führte ihn hinaus in die Welt, er arbeitete mit unzähligen Stars zusammen, schlug Brücken zu Folk und Jazz. Das Zentrum seines Schaffens blieb aber stets das Solospiel, wie es ursprünglich an den Königshöfen gepflegt wurde. In der Elbphilharmonie präsentiert Keita Musik von seinem Album »22 Strings«. Es sind feine, ruhige Kompositionen, die mit ihren wiederholenden Phrasen eine hypnotische Wirkung entfalten, dann aber wieder in Lieder übergehen, in denen Keita selbst singt oder sich in funkig-virtuose Rhythmen steigern.
Der Name des Albums verweist auf eine besondere Geschichte: Vor Jahrhunderten, als die Dschinns, die Geister des afrikanischen Busches, dem Griot Jali Mady die allererste Kora gaben, hatte sie 22 Saiten. Als Jali Mady starb, nahmen seine Griot-Kollegen ihm zum Andenken eine Saite weg. Doch in Keitas Heimatgegend in Südsenegal hat die 22-saitige Kora überlebt. Und so ist die eine zusätzliche Saite für Keita ein Symbol für seine Heimat, für den Ort, an dem sein Herz wohnt.
BESETZUNG
Seckou Keita Kora
PROGRAMM
»Celebrating 30 Years of Music«