»Wie außerordentlich, ja geradezu furchterregend gut er ist« (Hamburger Abendblatt) hat Pianist Alexandre Kantorow bereits als Portraitkünstler der Saison 2025/26 eindrucksvoll bewiesen. Nun eröffnet er gemeinsam mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und Dirigent Manfred Honeck die Jubiläumssaison der Elbphilharmonie.
Für ihren Auftritt in der Hansestadt wählen sie das Erste Klavierkonzert des Hamburgers Johannes Brahms. Ursprünglich als Sonate für zwei Klaviere konzipiert, erkannte Brahms bald, dass in dieser Musik etwas Größeres steckte. Über den Umweg eines Sinfonieentwurfs entstand schließlich – »furchtbar schwer und groß«, wie er Clara Schumann begeistert schrieb – eines der bedeutendsten Klavierkonzerte des 19. Jahrhunderts.
Mit Dmitri Schostakowitschs Fünfter Sinfonie steht außerdem ein Werk von aufwühlender Geschichte auf dem Programm. Der sowjetische Komponist schrieb es 1937, in einer Zeit, in der er nach scharfer offizieller Kritik täglich befürchten musste, den »Säuberungsmaßnahmen« des Regimes zum Opfer zu fallen – Alltag im Zeitalter des »Großen Terrors«. Während die Musik in triumphalen Gesten scheinbar dem Diktator Stalin huldigt, lässt sie zugleich tiefste Verzweiflung und innere Zerrissenheit spüren. Kein Wunder, dass diese emotional aufgeladene Sinfonie bis heute zu den meistgespielten Werken Schostakowitschs gehört.
BESETZUNG
Pittsburgh Symphony Orchestra Orchester
Alexandre Kantorow Klavier
Manfred Honeck Dirigent
PROGRAMM
Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15
- Pause -
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47