Kian Soltani gehört zu den Publikumslieblingen der Elbphilharmonie und ist spätestens als Portrait-Künstler der Saison 2025/26 zum Stammgast geworden. Nun kehrt er mit Schumanns Cellokonzert zurück, einem hochvirtuosen Werk, das ihm viel bedeutet.
Mit Soltani reisen das Royal Stockholm Philharmonic Orchestra und sein Chefdirigent Ryan Bancroft an, die ihrerseits Stammgäste sind und ein nordisches Programm im Gepäck haben: »Tapiola« spaziert zum Auftakt durch die tiefen, mythischen Wälder Finnlands. Dagegen vertont die Zweite Sinfonie des Dänen Carl Nielsen die vier grundlegenden Temperamente des Menschen: cholerisch, phlegmatisch, melancholisch und sanguinisch.
Auch in Schumanns Cellokonzert sind zwei sehr unterschiedliche Gemüter vertont, wie Kian Soltani aus der Musik heraushört. Es sind die Alter Egos des Komponisten: Auf der einen Seite Florestan – extrovertiert und impulsiv – und auf der anderen Eusebius – zurückhaltend und melancholisch. Im Dialog mit dem Orchester blitzschnell zwischen den innigen und den explosiven Momenten der Musik zu wechseln, sei die Herausforderung dieses Werks. Der junge Star-Cellist hat dieses Lieblingswerk bereits eingespielt und bewiesen wie leichtfüßig und zartschmelzend es klingen kann.
BESETZUNG
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra Orchester
Kian Soltani Violoncello
Ryan Bancroft Dirigent
PROGRAMM
Jean Sibelius
Tapiola
Robert Schumann
Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
- Pause -
Carl Nielsen
Sinfonie Nr. 2 op. 16 »Die vier Temperamente«