Sie ist die Ikone der neuen amerikanischen Roots Music. Wie keine andere Künstlerin in den USA verbindet die Sängerin, Banjo-Spielerin und Komponistin Rhiannon Giddens aus North Carolina Folk, Country, Soul, Gospel und Weltmusik. Dieses faszinierende Klangspektrum breitet sie in ihrer Reflektor-Revue mit Freunden aus.
An Genres glaubt Rhiannon Giddens nicht: Sie sind für sie nur Schachteln, die man aus rassistischen, nationalistischen oder kommerziellen Gründen angelegt hat. Mit ihrer Stimme wechselt sie spielend die Perspektiven, ja, die Welten. Unter dem Titel »The People Could Fly – African Diasporic Re-connections Across the Atlantic« geht Giddens mit ihren acht Gästen auf eine genauso intensive wie unterhaltsame Erkundung des Austauschs zwischen den Kontinenten.
Ihre langjährige Seelenverwandte Lelya McCalla aus New Orleans ist dabei, ebenso der alte Bandkollege Justin Robinson von der Folk-Pionieren Carolina Chocolate Drops. Von der anderen Seite des Ozeans finden sich der Gitarrist Niwel Tsumbu, der Stegharfen-Virtuose Seckou Keita und der Gnawa-Musiker Mehdi Nassouli ein. Zusammen zeigen sie, wie die Klangkultur der USA ihre Grundlage aus Afrika bezog. In einem Amerika, das zum ungebremsten weißen Imperialismus zurückgekehrt ist, kann eine offene Haltung wie die von Rhiannon Giddens nicht hoch genug eingeschätzt werden.
BESETZUNG
Rhiannon Giddens vocals
Mazz Swift violin, vocals
Justin Robinson violin, vocals
Leyla McCalla banjo, guitar, vocals
Demeanor banjo, bones, vocals
Niwel Tsumbu guitar, vocals
Loah guitar, vocals
Mehdi Nassouli gimbri, vocals
Seckou Keita kora, vocals
PROGRAMM
»The People Could Fly«
African Diasporic Re-Connections Across the Atlantic