Amerikanische Folkmusik ist immer in Bewegung. Besonders der Bluegrass konnte sich in seiner kurzen Geschichte immer wieder auf spannende Abenteuer zwischen allen Stilen einlassen. Einen Quantensprung aber hat er mit den Punch Brothers um den Mandolinen-Virtuosen Chris Thile gemacht.
Bluegrass – eine hochvirtuose Musik mit fünfsaitigem Banjo, Mandoline, Geige, Resonator-Gitarre, Bass und dichtem, betörendem Satzgesang entstand vor nicht einmal 100 Jahren in Kentucky und Tennessee. Benannt ist er nach dem blau schimmernden Rispengrass seiner Heimat, und er ist vielleicht die originellste Spielart der weitverzweigten Country-Familie. Mit den Punch Brothers wird ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen: Sie lassen den Bluegrass seit 20 Jahren mit Indie Folk und Grunge flirten, paaren ihn mit Anklängen an Minimal Music, Debussy und Skrjabin, verleihen ihm manchmal sogar einen Britpop-Anstrich, covern Radiohead oder Jack White.
Dazu sind die Songs gespickt mit unerwarteten Tempowechseln und harmonischen Hakenschlägen. Im Zentrum steht Chris Thile mit seiner Mandoline: Der Chef hat Hamburger Vorfahren und wurde mit seinem waghalsigen Spiel in der Elbphilharmonie bereits mehrfach gefeiert. Die »Brüder«, die mittlerweile um die »Schwester« Britanny Haas erweitert werden, haben mit »Pop Bluegrass« auch ein brandneues Album im Gepäck.
BESETZUNG
Punch Brothers band
Chris Thile mandolin
Brittany Haas violin
Noam Pikelny banjo
Chris Eldridge guitar
Paul Kowert bass
PROGRAMM
»The Unsung Adventures of Punch Brothers«