Über dem Orchester schwebt ein dunkles Objekt, der Saal liegt im Halbdunkel – dann beginnt es zu glühen. Ein Funke: Auftakt eines Abends über das Feuer, das Prometheus den Menschen brachte, Symbol von Erkenntnis und Selbstbestimmung. Gemeinsam mit Patricia Kopatchinskaja verwandelt das Ensemble Resonanz den Konzertsaal in ein Zusammenspiel aus Licht und Klang.
Beethoven griff den Mythos am prominentesten in seinem Ballett »Die Geschöpfe des Prometheus« auf, aus dem er anschließend Motive in seiner berühmten Dritten Sinfonie »Eroica« zitierte. Ursprünglich wollte er die Sinfonie Napoleon Bonaparte widmen, den er anfangs als Lichtgestalt sah, und eine Parallele zum Titanen Prometheus zog.
Abenteuerlustig, unkonventionell und immer auf der Suche nach dem Unbekannten: Mit ihren außergewöhnlichen Programmgestaltungen findet Patricia Kopatchinskaja immer wieder neue, spannende Wege, Musik und Performance zusammenzubringen. Um den Fixstern Beethoven lässt sie den barocken Komponisten Rebel sowie die Avantgardisten Schönberg und Xenakis kreisen. Mit ihrer grandiosen Spielfreude und hypnotisierenden Bühnenpräsenz löst Kopatchinskaja gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz einen Flächenbrand aus.
BESETZUNG
Ensemble Resonanz Kammerorchester
Patricia Kopatchinskaja Violine, Rezitation, Konzept, Leitung
Joonas Ahonen Klavier, Cembalo
Lani Tran-Duc Raum und Visuelles Konzept
Marco Borggreve Licht
PROGRAMM
»Prometheus«
Ein inszeniertes Konzert mit Werken von Ludwig van Beethoven, Jean-Féry Rebel, Iannis Xenakis u.a.