1909, 1936, 2013: Drei Entstehungsjahre, drei völlig unterschiedliche Spielarten von Musik! Das Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Cristian Măcelaru, aktuell Chef des Cincinnati Symphony Orchestra und des Orchestre National de France, macht die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne zum Programm.
Mit ihrer 2013 für das Los Angeles Philharmonic Orchestra entstandenen »Sinfonia for Orbiting Spheres« wollte Missy Mazzoli, NDR Composer in Residence 2026/2027, eine Musik »in Form eines Sonnensystems« schreiben. Das Stück bestehe aus »Rokoko-Loops«, die sich in einer größeren Umlaufbahn umeinander winden, und nähere sich dem Publikum an, »nur um im nächsten Moment blitzschnell wieder zu verschwinden«. Am Ende werden sogar Klänge vom Tonband ins All geschickt...
Gerade mal 27 Jahre jung und schon ein Stammgast bei den großen internationalen Orchestern und auf den bedeutendsten Bühnen der Welt: Der in Tokio geborene Pianist Mao Fujita räumte Preise sowohl beim Clara Haskil- als auch beim Tschaikowsky-Klavierwettbewerb ab und kommt nun erstmals zum NDR Elbphilharmonie Orchester. Bei seinem Debüt zeigt der geschätzte Mozart-Interpret dabei gleich, dass er im Grunde alles kann: Das legendäre (und aus dem Film »Shine« bekannte) »Rach 3« ist eines der am vertracktesten zu spielenden Klavierkonzerte der gesamten Literatur. Ob der Komponist nun wirklich die meisten Noten pro Zeiteinheit in die Klavierstimme gepackt hat – wie akribische Zahlenfüchse herausgefunden haben wollen – oder nicht: In jedem Fall umfasst sein »Elefantenkonzert« (Artur Rubinstein) kaum zu beziffernde emotionale Dimensionen.
BESETZUNG
NDR Elbphilharmonie Orchester Orchester
Mao Fujita Klavier
Cristian Măcelaru Dirigent
PROGRAMM
Missy Mazzoli
Sinfonia (for Orbiting Spheres)
Sergej Rachmaninow
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
- Pause -
Béla Bartók
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106