Dieses Konzert strotzt nur so vor Farbenpracht und Klanggewalt: Die Münchner Philharmoniker haben sich mit Modest Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« eine musikalische Galerie der Extraklasse vorgenommen. Außerdem steht Schostakowitschs gewohnt ironisch-groteskes Erstes Violinkonzert mit Janine Jansen als Solistin auf dem Programm.
Beide Komponisten haben eine enge Verbindung, obwohl sie sich nie begegnet sind. Schostakowitsch bewunderte den schroffen und kompromisslosen Ton von Mussorgskys Kompositionen und bearbeitete einige der unvollendeten Werke. Auch wenn seine Klangsprache deutlich moderner klingt, Schostakowitsch übernahm den Hang zum Skurrilen, der auch in seinem Violinkonzert immer wieder durchscheint.
Ohne die Hilfe von Freunden und Bewunderern wäre Mussorgskys Werk vermutlich zum größten Teil in Vergessenheit geraten. Erst die vielen Bearbeitungen und Vervollständigungen seiner Werke haben ihm posthum großen Ruhm gebracht. Seine mit großem Abstand bekannteste Komposition »Bilder einer Ausstellung«, in der er Gnome, Hexen und das imposante »Große Tor von Kyiv« mit Tönen malt, wurde durch die farbenprächtige Bearbeitung des Impressionisten Maurice Ravel zum wahren Kassenschlager.
BESETZUNG
Münchner Philharmoniker Orchester
Janine Jansen Violine
Lahav Shani Dirigent
PROGRAMM
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
- Pause -
Modest Mussorgsky / Maurice Ravel
Bilder einer Ausstellung