Spätestens seit seinem gefeierten »Reflektor«-Festival im November 2024 hat US-Gitarrist Marc Ribot auch in Hamburg einen absoluten Legendenstatus. Neben seinem vielseitigen musikalischen Engagement kämpft Ribot mit großer Leidenschaft gegen soziale Ungerechtigkeit und antidemokratische Bewegungen – ein Kampf, der in diesen Zeiten erschreckend aktuell ist.
Sein bewährtes Mittel ist die Musik: Mit der Gitarre im Gepäck spielt Ribot sein Programm »Sounds of Resistance«, das er extra für dieses Konzert zusammengestellt hat. Wie engagiert der Künstler ist, zeigt schon seine Website, denn dort gibt es den Reiter »Activism«. Dort fordert er unter anderem eine Gewerkschaft für Künstler:innen, setzte sich für eine finanzielle Unterstützung während der Corona-Pandemie ein oder warnt vor den Folgen von Donald Trumps Politik.
»Meine Beziehung zur Gitarre gleicht einem Kampf«, schreibt Ribot in seinem Buch »Unstrung«. »Ich zwinge sie dauernd dazu, etwas anderes zu sein – ein Saxofon, ein Schrei, eine Karre, die einen Hügel runterrollt. Manchmal gehorcht sie. Aber dann passiert irgendwas, das nach Übersetzung schreit, und dann beginnt alles wieder von vorne … Gitarren macht Kampf nichts aus. Gitarren sind Kampf. Ich habe lange mit Gitarren gelebt. Ich habe sie zurechtgebogen. Und sie mich.«
BESETZUNG
Marc Ribot guitar
PROGRAMM
»Sounds of Resistance«