2019 in Berlin gegründet, steht das Leonkoro Quartett für die lebendige Gegenwart des traditionsreichen Streichquartetts. Mit seinem »Geist unmittelbarer Frische und Furchtlosigkeit« (Süddeutsche Zeitung) brachte das Ensemble das Publikum der Elbphilharmonie zuletzt im Dezember 2024 »schier aus der Fassung« (Hamburger Abendblatt).
Drei Werke von eindringlicher Intensität treffen aufeinander: Beethovens Quartett op. 18/4 ist das einzige seiner frühen Werke in Moll und steckt von Beginn an voller rastloser Erregung – noch gesteigert dadurch, dass Beethoven auf einen langsamen Satz verzichtet. Dmitri Schostakowitschs Achtes Quartett, 1960 als Reaktion auf kommunistische Repression und den Anblick des zerstörten Dresden geschrieben, zählt bis heute zu seinen bekanntesten und erschüttert durch seine existenzielle Ausdruckskraft.
Nach der Pause sorgt Franz Schubert für etwas Erholung: Seine unverkennbare Gesanglichkeit mildert die vorangegangenen Extreme, ohne ganz auf dramatische Zuspitzungen zu verzichten. Am Ende entfaltet sich ein Finale, in dem trotz aller musikantischen Leichtigkeit ein Hauch von Melancholie bleibt.
BESETZUNG
Leonkoro Quartett Streichquartett
Jonathan Schwarz Violine
Emiri Kakiuchi Violine
Mayu Konoe Viola
Lukas Schwarz Violoncello
PROGRAMM
Ludwig van Beethoven
Streichquartett c-Moll op. 18/4
Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
- Pause -
Franz Schubert
Streichquartett a-Moll D 804 »Rosamunde«