Was sind die heutigen Antworten auf die großen Streichquartette von Haydn, Mozart und Beethoven? Seit vielen Jahren bringt das Kuss Quartett neue Perspektiven der bedeutendsten Komponist:innen unserer Zeit hervor: Mit Auftragswerken und Uraufführungen erweitert es kontinuierlich das Repertoire dieser beinahe mystischen Besetzung.
Enno Poppe, Isabell Mundry, Mark Andre, Rebecca Saunders – die Liste der vertretenen Komponist:innen liest sich wie ein »Who’s who« der zeitgenössischen Musik. Einige von ihnen haben dem Quartett musikalische Postkarten geschickt: prägnante Miniaturen aus fernen Klangwelten. Unterschiedliche Stile und Ansätze treffen aufeinander und entfalten sich zu einem kaleidoskopischen Panorama heutiger Quartettkunst.
Neben diesen Kurzformaten stehen zwei größere Werke auf dem Programm: Francisco Colls Erstes Streichquartett »Códices« und Johannes Maria Stauds Zweites Streichquartett, ein Ko-Auftrag der Elbphilharmonie. In seinem »Cahier des équilibres mouvants« entwickelt Staud ein vielschichtiges Spiel von Balance und musikalischer Reflexion über die empfindlichen Ökosysteme unseres Planeten.
BESETZUNG
Kuss Quartett Streichquartett
Jana Kuss Violine
Oliver Wille Violine
William Coleman Viola
Mikayel Hakhnazaryan Violoncello
PROGRAMM
Enno Poppe
Auftakt
Manfred Trojahn
Ein einsames Cello hallt durch die leere Saalflucht eines ländlichen, sommerlichen Château
Mark Andre
Sieben Stücke für Streichquartett
Isabel Mundry
Postkarte
Francisco Coll
Streichquartett Nr. 1 »Códices«
- Pause -
György Kurtág
Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky für Streichquartett op. 28
Rebecca Saunders
Postkarte
Johannes Maria Staud
Cahier des équilibres mouvants