Ein Abend wie ein persönliches Gespräch über Generationen hinweg: In »Mayrig« – das armenische Wort für Mutter – verwebt die kanadische Cellistin und Komponistin Karen Ouzounian Familienerinnerungen, armenische Klänge und französische Chansons zu einem eindringlichen musikalischen Mosaik über Herkunft, Verlust und Hoffnung.
Im Zentrum des Projekts stehen die Stimmen von Karen Ouzounians Mutter und Großmutter, die sie in Gesprächen aufgezeichnet und zu einem intimen Programm für Cello, Elektronik, Klavier und Gesang gestaltet hat. Aus Liedern und Erzählungen aus Anatolien, der alten Heimat der Familie, und dem Libanon, ihrer neuen Heimat, entsteht ein vielschichtiger Strom von Musik und Erinnerungen, in dem sich persönliche Geschichten und kollektives Gedächtnis begegnen.
Originalarrangements armenischer Volksmusik stehen neben den Chansons von Charles Aznavour und Musik des Barockkomponisten Marin Marais; neue Werke beleuchten Themen wie Krieg, Trauma, Migration, Verwurzelung und Resilienz. Karen Ouzounian tritt gemeinsam mit dem Pianisten Lembit Beecher im Rahmen des Rhiannon Giddens Reflektor-Festivals auf die Bühne.
BESETZUNG
Karen Ouzounian violoncello
Lembit Beecher piano
PROGRAMM
»Mayrig – Mutter«
Lieder und Geschichten aus der armenischen Diaspora