»In diesem großen, runden Saal, wo die Blicke aus allen Richtungen kommen, fühle ich mich sehr wohl – wie in einem großen Wohnzimmer.« Iveta Apkalna, Titularorganistin der Elbphilharmonie, hat sich in den zehn Jahren an ihrer Wirkungsstätte bestens eingelebt. Sie kennt das monumentale Instrument der renommierten Orgelbaufirma Klais wie keine Zweite. Für das Geburtstagskonzert der Orgel hat die lettische Musikerin ein Best-of-Programm aus der vergangenen Dekade zusammengestellt.
4765 Pfeifen, fast 70 Register und 25 Tonnen Gewicht – die Orgel im Großen Saal hat es in sich und fasziniert Iveta Apkalna jedes Mal aufs Neue: »Auf dieser Orgel kann man alles spielen. Man hat künstlerisch absolute Freiheit, weil alles funktioniert und gut klingt.« Diese klangliche Vielseitigkeit präsentiert sie mit Werken von Mozart, Liszt und Philip Glass – eine Reise vom Klassik über den Romantik bis zum modernen Minimalismus.
Der Abend beginnt mit dramatisch-düsteren Klängen aus Dmitri Schostakowitschs Oper »Lady Macbeth von Mzensk«, gefolgt von dem eindrucksvollen Klanggemälde, das Liszt aus einer kurzen Melodie von Giacomo Meyerbeer entwickelte. Welche gewaltige Sogwirkung die Orgel entfalten kann, zeigt sich im Finale aus Philip Glass’ Oper »Satyagraha«: Inspiriert von Gandhis Biografie, macht die meditative Musik verschiedene Friedens- und Freiheitsbewegungen hörbar. Zum Abschluss trägt Apkalna mit einer Bearbeitung von Liszts sinfonischer Dichtung »Prometheus« zum gleichnamigen Themenschwerpunkt dieser Saison bei.
BESETZUNG
Iveta Apkalna Orgel
PROGRAMM
Dmitri Schostakowitsch
Passacaglia aus der Oper »Lady Macbeth von Mzensk«
Franz Liszt
Fantasie und Fuge über den Choral »Ad nos, ad salutarem undam« S 259
Aivars Kalējs
Toccata über den Choral »Allein Gott in der Höh’ sei Ehr«
- Pause -
Philip Glass
Finale
Johann Sebastian Bach
Passacaglia c-Moll BWV 582
Franz Liszt
Prometheus