Er galt als Wunderkind und herausragender Pianist, war mit Chopin und Liszt befreundet und ist trotz seiner virtuosen und klangvollen Klavier- und Orgelwerke in die zweite Reihe großer Komponisten geraten: Charles-Valentin Alkan. Die gefeierte Organistin Isabelle Demers widmet sich in ihrem Rezital dem französischen Komponisten, den Robert Schumann »zu den Ultras der französischen Romantiker« zählte.
Dass Alkans Musik sich nicht durchsetzen konnte, liegt in erster Linie am Komponisten selbst: Nach einem raketenhaften Karrierestart zog er sich immer mehr zurück und entzog sich so dem Trubel der Pariser Salons. Seine Werke, die er für Orgel oder wahlweise auch den Pedalflügel schrieb, zeugen von seinem ungeheuren Talent. Alkans wahnwitzigen Etüden verlangen den Organist:innen alles ab, sie sind klanggewaltige Kraftakte. Eine andere Seite des Komponisten zeigen seine 13 Prières (Gebete) – sanfte, meditative Musik, die zur inneren Einkehr und Reflexion einlädt.
Wo sie auch auftritt, sorgt Isabelle Demers für Jubel und Applaus. Die kanadische Organistin gehört zur internationalen Spitze ihrer Zunft, die Amarillo-Globe New bezeichnete ihr Spiel als »furchtlos und außergewöhnlich«. Diese Eigenschaften braucht sie auch für ihr virtuoses Programm, das neben Werken von Alkan auch Musik von dessen Weggefährten César Franck und Franz Liszt beinhaltet.
BESETZUNG
Isabelle Demers Orgel
PROGRAMM
César Franck
Fantasie A-Dur FWV 35
Charles-Valentin Alkan
12 Études pour les pieds seulement (Auswahl)
Franz Liszt
Tarantella
- Pause -
Charles-Valentin Alkan
Impromptu sur le Choral de Luther »Un fort rempart est notre Dieu« op. 69
Charles-Valentin Alkan
11 Grands Préludes op. 66 (Auswahl)
Charles-Valentin Alkan
13 Prières op. 64
Franz Liszt
Funérailles