Die Langhalslaute Buzuq stand in der arabischen Musik stets im Schatten der Oud. Ihre Bedeutung in der Musik der Levante – den arabischen Ländern des östlichen Mittelmeers – stellt Farah Kaddour aus Beirut vor. Der vielfältige und spannende Abend mit verschiedenen Besetzungen ist Teil des Libanon-Schwerpunktes.
Farah Kaddour arbeitet als Forscherin, Komponistin und Bühnenmusikerin alle Facetten der Buzuq-Geschichte an der Levante heraus. Sie beschäftigt sich mit Volksmusik ebenso wie mit klassischer arabischer Musik, neuen Formen der Improvisation und mit experimentellem Rock. Dafür wählt sie mal die Solodarbietung, mal das Spiel mit ihrem Trio TILT, bei dem zum Klang der Buzuq auch Perkussion und die besondere Viertelton-Färbung des arabischen Akkordeons hinzutritt.
Viele denken beim Klang des Wortes Buzuq an die griechische Bouzouki, die mit dem an der Levante gespielten Instrument eng verwandt ist. Aus der weit verzweigten Familie der Langhalslauten mit einem Stammbaum von Jahrtausenden schälte sich schließlich für Syrien und den Libanon eine birnenförmige, viersaitige Buzuq-Variante heraus. Im 20. Jahrhundert machte sie dort den Sprung von der Sphäre der Wandermusiker in die professionell dargebotene Musik, nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie eine wichtige Rolle in den Orchestern ein, die das moderne arabische Lied begleiteten.
BESETZUNG
TILT Ensemble
Farah Kaddour Buzuq, Gesang
Samah Boulmona Arabischer Akkordeon, Gesang
Ali Hout Schlagwerk, Gesang
PROGRAMM
Die Buzuq zwischen Tradition und Innovation – klassische arabische Musik und Improvisationen