Abel Selaocoe mischt seit ein paar Jahren die Musikszene auf: Mit seinen mitreißenden Konzerten, in denen er nicht nur Cello spielt, sondern auch singt und Körper und Instrument für Percussion nutzt, hat er sich genreübergreifend in die Herzen des Publikums gespielt. Zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen erkundet er nun die Beziehung Frankreichs zum afrikanischen Kontinent.
Der Mistral, ein starker Wind, der durch Frankreich und in Richtung Afrika weht, gibt die Inspiration zum Programm des Abends: »Er formt verwurzelte Bäume neu und beeinflusst weite Landschaften. Wie der Mistral durchqueren wir Kulturen, die seit Jahrhunderten parallel existieren und zunächst durch Eroberung und Kolonialherrschaft aufeinanderprallen, um schließlich durch das Streben nach Freiheit und der Suche nach einem gemeinsamen kulturellen Ausdruck zusammenzufinden.«
Der musikalische Streifzug beginnt am barocken Hof von Sonnenkönig Ludwig XIV, wo Rameau, Lully, Marais und Delalande das adlige Publikum begeisterten. Über Debussy und Ligeti, die sich im 20. Jahrhundert mit der Musik außereuropäischer Kulturen beschäftigten, landet das Programm in der Gegenwart: Eigenkompositionen des charismatischen Abel Selaochoe sind Höhe- und Schlusspunkt des Konzerts.
BESETZUNG
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Orchester
Abel Selaocoe Violoncello und Gesang
Sidiki Dembélé Schlagwerk
Antti Tikkanen Konzertmeister und Leitung
PROGRAMM
Werke von Jean-Philippe Rameau, Jean-Baptiste Lully, Marin Marais, Claude Debussy, György Ligeti, Sidiki Dembélé und Abel Selaocoe
Jean-Philippe Rameau
Une symphonie imaginaire
Jean-Baptiste Lully
Suite imaginaire
Marin Marais
Les voix humaines
Michel-Richard Delalande
Troisième Leçon du Jeudi Saint
Claude Debussy
Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier
György Ligeti
Studies in African Rhythms
György Ligeti
Sechs Bagatellen für Bläserquintett
Abel Selaocoe
Qhawe
Abel Selaocoe
Tsohle tsohle
Abel Selaocoe
Takamba
Sidiki Dembélé
Shaka
Abel Selaocoe
Kea Morata