Mit der Saison 2026/27 ist Kazuki Yamada Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. In der Elbphilharmonie gastieren sie zusammen mit dem kanadischen Cello-Star Jean-Guihen Queyras und einem Programm der spannenden Gegensätze: So zart das Cellokonzert von Henri Dutilleux sich entfaltet, so wild und entfesselt ist die Musik in Hector Berlioz berühmter »Symphonie fantastique«.
Passend zum Musikfest-Motto »Sex, Drugs & Rock’n’Roll« schickt Berlioz in seiner Musik einen jungen verliebten Künstler von der ersten glücklichen Schwärmerei über einen furiosen Ball in einen Opium-Rausch mit Höllenritt zum Jüngsten Gericht. Der Komponist ließ sich von seiner Schwärmerei für die Schauspielerin Harriet Smithson inspirieren – die so beeindruckt von der Musik war, dass sie Berlioz kennenlernen wollte und die beiden tatsächlich heirateten.
Auch Dutilleux fand poetische Inspiration für sein Cellokonzert. »Tout un monde lointain…« bezieht sich auf fünf Gedichte aus dem Zyklus »Fleurs du mal« (»Blumen des Bösen«) von Charles Baudelaire. Mit ihren Themen rund um die dunklen, melancholischen und bisweilen erotischen Seiten der Menschheit waren die Gedichte zur Veröffentlichung um 1860 ein Skandal, wurden aber innerhalb kürzester Zeit ein fester Bestandteil der Weltliteratur.
BESETZUNG
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Orchester
Jean-Guihen Queyras Violoncello
Kazuki Yamada Dirigent
PROGRAMM
Unsuk Chin
subito con forza
Henri Dutilleux
Konzert für Violoncello und Orchester »Tout un monde lointain ...«
- Pause -
Hector Berlioz
Symphonie fantastique