Mit dem Medium Zeichnung überschreitet der Pariser Künstler Valentin van der Meulen (geb. 1979) immer wieder überraschend die Grenzen zur Fotografie, Malerei, Skulptur und Installation. Ausgehend von der Fotografie bleibt er stets nahe am Spezifischen der Schwarzweißfotografie, indem er Motive mit schwarzem Stein und Kohlenstaub auf Papier ins Große zieht und quasi kopiert.
Die Zeichnungen sind auf Holz montiert und haben durch Abstandsleisten an der Wand die Wirkung von Leinwänden. Den Eindruck unterstützt das große Format, selten sind die Arbeiten kleiner als 100 x 80 cm. Mit sogenannten „gestes“, Auslöschungen, Übermalungen und Zerstückelungen kommentiert er die Kohlezeichnungen weiter und führt ihnen neue Inhalte zu, die politisch wirken, darüber hinaus eine Auseinandersetzung mit dem Medium Bild an sich sind.