Organist, Pianist und Dirigent – Aurel Dawidiuk startet in gleich drei Gebieten so richtig durch. Der Platz an der Orgel war schon als Kind ein großer Traum des Hannoveraners: »Was für andere der Wunsch nach dem Sitz im Flugzeugcockpit ist, war für mich die Orgel.« In der Elbphilharmonie setzt er sich ins »Orgel-Cockpit« und spielt ein abwechslungs- und kontrastreiches Programm.
Mit dem bekanntesten Orgelwerk aller Zeiten beginnt Dawidiuk, der Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Der ikonische Beginn des Stücks hat es längst aus dem Kirchenschiff in die Popkultur geschafft und hat nichts von seiner hypnotischen Faszination verloren. Nicht nur der junge Organist verehrt den großen Bach, auch andere Komponisten haben dem Giganten ihre Musik gewidmet: Am einfachsten geht es mit der Tonfolge B-A-C-H, dem Markenzeichen Bachs, wie die Werke von Zsigmond Szathmáry und Franz Liszt zeigen.
In der zweiten Hälfte steht Maurice Duruflé im Mittelpunkt, obwohl keine originäre Musik der Komponisten erklingt. Stattdessen spielt Aurel Dawidiuk kunstvolle Bearbeitungen von zwei berühmten Kantaten Bachs, darunter der Dauerbrenner »Jesus bleibet meine Freude« und zwei transkribierte Improvisationen seines Lehrers Charles Tournemire. Dieser gilt als Vater einer ganzen Generation berühmter französischer Organisten und war berüchtigt für seine genialen Improvisationen.
BESETZUNG
Aurel Dawidiuk Orgel
PROGRAMM
Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Zsigmond Szathmáry
B-A-C-H »Hommage à ...«
Franz Liszt
Präludium und Fuge über den Namen B-A-C-H S 260
- Pause -
Charles Tournemire / Maurice Duruflé
Improvisation über »Te Deum«
Johann Sebastian Bach / Maurice Duruflé
Ertöt uns durch dein’ Güte
César Franck
Choral Nr. 3 a-Moll FWV 40
Johann Sebastian Bach / Maurice Duruflé
Jesus bleibet meine Freude
Charles Tournemire / Maurice Duruflé
Improvisation über »Victimae Paschali Laudes«