Autorenlesung
Antje Rávik Strubel
Zum Erscheinen des neuen Romans von Antje Rávik Strubel gestand ihre Lektorin, dass sie sich vorab gefragt hätte, was nach dem großen Erfolg von „Blaue Frau“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2021, wohl kommen könnte?
Die Autorin selbst sprach beim Einreichen des Manuskripts von einem „Gegengewicht“, einer „neuen Leichtigkeit“. Und tatsächlich handelt es sich um einen mitreißenden, gegenwärtigen Text, der die medialen Empörungsdynamiken und die Gefahren im Umgang mit Sprache vor Augen führt.
Die aus einfachen Verhältnissen stammende Hella Karl erfährt frühmorgens aus der Berliner Tageszeitung, bei der sie Feuilletonchefin ist, dass sich der Intendant Kai Hochwerth, Star der Theaterszene, das Leben genommen hat. Da sie einen Artikel mit scharfer Kritik an seinem Führungsstil und seinen Methoden verfasst hatte, wird sie im öffentlichen Diskurs verantwortlich gemacht. Es entsteht eine Eigendynamik, die Hella die Kontrolle entreißt.
Antje Rávik Strubel wurde 1974 in Potsdam geboren.
Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Literaturwissenschaften, Psychologie und Amerikanistik in New York und Potsdam, wo sie auch heute als Autorin und Übersetzerin, u.a. von Joan Didion, Lucia Berlin und Virginia Woolf, lebt.
Ihr umfangreiches Werk wurde vielfach ausgezeichnet.
Eintritt: 16 Euro / Schüler 10 Euro
Einlass ab 19.20 Uhr