Schweriner Martensmarkt

Kategorie: Familie / Kind, Volksfest

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Der Martensmarkt geht zurück auf einen mittelalterlichen Brauch zwischen den Schweriner Herzögen und der freien Reichs- und Hansestadt Lübeck.

Programm

Freitag - Eröffnung und Laternenumzug

Am Freitagabend wird der Martensmarkt traditionell feierlich eröffnet und stimmen sich die Kleinsten mit Liedern ein, bevor sie zum traditionellen Laternenumzug starten. Das anschließende Lagerfeuer mit Knüppelkuchen lässt Kinderaugen leuchten.

17:00 Uhr - Offiziellle Eröffnung
18:00 Uhr - Laternenumzug
19:00 Uhr - Stockbrotessen
19:30 Uhr - Mittelalterlicher Folk Rock auf der Bühne
21:30 Uhr - Feuershow

Samstag - Mittelalterliches Markttreiben, Gaukelei, Musik

Gaukler und Händler bevölkern die Stadt. Beim mittelalterlichen Markttreiben zu Ehren des hansestädtischen Gesandten bieten Händler Holz-, Filz- und Keramikarbeiten an historischen Ständen feil, Tavernen laden zum Aufwärmen ein, Knappen und Edelleute, Mägde und Ritter, Gaukler und Tänzer mischen sich unter das Volk, auf der Bühne erklingt mittelalterliche Musik und in imposanten Schalen flackert ein heimeliges Feuer.

10:00 Uhr - Beginn des Markttreibens mit Märchenprogrammen, Clownerie und Artistik
19:00 Uhr - Mittelalterlicher Folk Rock auf der Bühne
21:30 Uhr - Feuershow

Sonntag - Ankunft des Martensmannes Festumzug mit Spielleuten vom Schloss zum Marktplatz

Am Sonntag wartet alles auf die Ankunft des Martensmannes um 14 Uhr. Dann bahnen sich die Pferde mit ihrer Fracht den Weg durch die tausenden Schaulustigen. Kurze Zeit später wird das riesige Fass, gefüllt mit „Rotspon“, angestochen. Der Ausschank an die Bürger und Besucher der Stadt ist der alljährliche Höhepunkt des dreitägigen Martensmarktes in der Landeshauptstadt. Der Umzug des Martensmannes mit Kutsche vom Schloss zum Markt ist ein Schweriner Original, das mittlerweile wieder fest zu Schwerin gehört.

10:00 Uhr - Beginn des Markttreibens mit Märchenprogrammen, Clownerie und Artistik
13:30 Uhr - Start des Umzuges des Martensmannes vor dem Schloss Schwerin     
14:00 Uhr - Ankunft des Martensmannes mit rituellem Streitgespräch zwischen Martensmann und Stadtpräsident 14:10 Uhr - Weinausschank

Der Brauch
Das dreitägige Fest verbindet einen Brauch aus dem Mittelalter, mit der nach der Wiedervereinigung erneuerten Freundschaft zwischen den Städten Lübeck und Schwerin. Das Wochenende steckt voller schöner Rituale, vom Laternegehen bis zur rituellen Diskussion zwischen Martensmann und Stadtpräsident, mittelalterlichem Markttreiben, Musik und Kleinkunst.

Der Brauch zwischen Lübeck und Schwerin ist uralt. Mehr als 700 Jahre ist es her, dass sich der Lübecker Martensmann zum ersten Mal auf den beschwerlichen Weg zum Herzog zu Mecklenburg nach Schwerin begab. Schon damals führte der Lübecker Bote Wein als Freundschaftsbeweis an den Adligen und seine Untertanen mit. Den ungewöhnlichen Namen erhielt der mitgebrachte Tropfen von Lübecker Kaufleuten, die das edle Getränk im Mittelalter aus Frankreich importierten und ihn in den eigenen Kellern reifen ließen. „Spon“ ist das niederdeutsche Wort für Holzspan, „Rotspon“ meint also Rotwein aus Holzfässern. Der Brauch erlosch im Jahr 1817 und wurde 1991 auf Initiative des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm, neu belebt. Seitdem feiert die Landeshauptstadt Schwerin alljährlich den Empfang mit einem spektakulären Jahrmarkt.

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