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Symphoniker Hamburg / Kirill Karabits

Kategorie: Musik

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Symphoniker Hamburg / Kirill Karabits

Musik zwischen Anpassung und Widerstand: Ivan Karabits, der griechische Wurzeln hatte und 2002 in Kiew starb, leistete im Ringen um die Unabhängigkeit der Ukraine einen bedeutenden Beitrag. Um seine Kompositionen auch hierzulande bekannter zu machen, eröffnet der Abend mit seinem Zweiten Konzert für Orchester von 1986: Ein klangfarbenreiches und zuweilen theatralisches Werk – welches in der Tradition von Mahler und Schostakowitsch steht. Letzerer schrieb sein eindringliches Violoncellokonzert op. 107 im Jahr 1959 für den legendären Cellisten Mstislaw Rostropowitsch. Das hochvirtuose Werk enthält das autobiografische Motiv »DSCH« sowie die für Schostakowitsch typisch grotesk-ironischen Klänge, die allerdings durch schmerzliche Untertöne modifiziert sind. Dazu das eingeflochtene Lied »Suliko«, welches Stalin besonders geliebt hat – unter dessen Parteidoktrinen Schostakowitsch stets zu leiden hatte.

Ähnlich ging es Prokofjew, der auch von der Zensur des »sozialistischen Realismus« gebeutelt wurde und um seine künstlerische Freiheit kämpfte. Mit der 1941 begonnenen Oper »Krieg und Frieden« nach Tolstois gleichnamigem Roman hat er die Erschütterungen der Zeit in Töne gefasst: Eine monumentale Geschichtsdarstellung als Musikdrama mit großer Suggestivkraft – in dem aber auch viel Raum für die Auslotung der Gefühlswelten im Strudel dieser Ereignisse ist.

Spielstätteninformationen: Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal

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