Silvesterkonzert
Es ist so: das Elend, das Schreckliche, das Unerträgliche im Leben – oder vielleicht gar des Lebens – bildet die Matrix, die Tiefenschicht des Schönen. Das macht das Schöne, das wir so gerne festhalten wollen, so fragil und verletzlich. Und wir spüren die Ambivalenz im Verhältnis zwischen dem Schönen und dem Schrecklichen; und wir haben Angst, es könnte das Schöne uns weggenommen werden und verschwinden. Wahre Schönheit wie die der Musik von Bach oder Mozart hält dem Schrecklichen nicht nur stand, sie lässt es in sich, in seine „Einheit“ hinein und lässt sich aufbrechen. Deshalb das Weinen im Erleben des Schönen und des Glücks.