Pastor Georg Knauer Liturgie & Predigt
Rainer Thomsen Tenor & Orgel
Luiz de Godoy Leitung & Orgel
Programm
Carl Philipp Emanuel Bach
Orgelsonate a-Moll Wq. 70/4 Allegro assai – Adagio - Allegro
Geistliche Oden und Lieder Wq. 195
Geistliche Gesänge aus dem Oratorium Die Israeliten in der Wüste Wq. 283 (Fassung für Chor a-cappella)
Beschreibung
Christian Fürchtegott Gellert, einer der bekanntesten deutschen Dichter seiner Zeit, war Professor für Philosophie an der Universität Leipzig. Im Jahr 1757, im Alter von 42 Jahren, veröffentlichte er Geistliche Oden und Lieder, eine Sammlung geistlicher Gedichte, die einen beachtlichen Erfolg erzielte. Gellert selbst schlug vor, dass die Gedichte zu traditionellen Choralmelodien gesungen werden könnten. Laut dem Vorwort zur ersten Ausgabe der Geistlichen Oden und Lieder, welches von Carl Philipp Emanuel Bach selbst verfasst wurde, war der Komponist von den Gedichten so beeindruckt, dass sie ihm eine neue Art der Liedvertonung nahelegten; er vertonte daraufhin alle 54 Gedichte Gellerts. Sowohl Gellerts Gedichte als auch Bachs Vertonung erfreuten sich jahrzehntelang großer Beliebtheit: Es erschienen mehrere weitere Sammlungen mit Vertonungen von Gellerts Gedichten, darunter einige von bedeutenden Komponisten wie dem berühmten Musiktheoretiker Friedrich Wilhelm Marpurg und Johann Friedrich Doles, einem Schüler Johann Sebastian Bachs. Im 19. Jahrhundert veröffentlichte Beethoven sechs Vertonungen von Gellerts Gedichten als Gellert-Lieder, op. 48 (1802), die von CPE Bachs Gellert-Vertonungen beeinflusst waren.