Von spirituellen Welten bis zur Konsumgesellschaft, vom Sakralen bis zum Profanen
Die in Hamburg lebende Choreographin und Filmemacherin Jasmine Fan untersucht in
ihrer neuesten Arbeit die Manifestationen dieser symbolischen Sprache in
unterschiedlichem Kontext. Ausgehend von den sakralen Wurzeln verfolgt die Autorin die
Entwicklung der gestischen Sprache bis in den modernen Alltag hinein an Beispielen wie
den Hong Kong Protesten, oder der gestischen Sprachunterstutzung in Italien oder den
Emojis. Dabei kann Jasmine Fan Parallelen zu ihrer persönlichen Suche nach Identität
zwischen neuer, europäischer Kultur und ihren taiwanesischen Wurzeln ziehen. Dieser
persönliche Zwiespalt zwischen der westlichen und östlichen Kultur wird auf der Buhne
durch die Tänzerinnen Isabella Boldt (Deutschland) und Ying Yun Chen (Taiwan)
repräsentiert. Die Kraft der Mudras wird dabei durch die statischen und dynamischen
Choreographien der Tänzerinnen vermittelt und von einem von Ilya Selikhov
(Russland) und Sum Sum Shen (Taiwan) entwickelten Hintergrund aus subtilen
Klangwelten unterstutzt.