Fast zehn Jahre lang hatte der ungarische Altmeister György Kurtág an seiner ersten Oper »Fin de partie« gearbeitet. Ende 2018 war es endlich so weit: an der Mailänder Scala wurde seine Vertonung von Samuel Becketts Theaterklassiker »Endspiel« mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt. Nun leitet Uraufführungsdirigent Markus Stenz die halbszenische Aufführung von Kurtágs Meisterwerk.
Becketts »Endspiel« dreht sich um eine postapokalyptische Welt, in der menschliche Beziehungen zerfallen. Und wie Kurtág einmal erzählt hat, habe er diesen Stoff schon mit sich herumgetragen, seit er die französische Erstaufführung des Stücks 1957 in Paris miterleben konnte.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später sollte dieser 92-jährige »Meister der Miniaturen« mit »Fin de partie« so sein umfangreichstes Werk schreiben. »Bei Beckett geschieht extrem wenig im Stück – und dem entspricht Kurtág musikalisch«, so Dirigent Markus Stenz. »Beide beherrschen die Kunst, mit ganz wenigen Tönen respektive Worten ganz viel zu sagen.«
BESETZUNG
Danubia Orchestra Orchester
Leonardo Cortellazzi Tenor
Hilary Summers Alt
Frode Olsen Bass
Zsolt Haja Bariton
Markus Stenz Dirigent
PROGRAMM
György Kurtág
Fin de partie
Halbszenische Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln