Das Deutschlandmärchen meiner Mutter
Diese Inszenierung ist den Gastarbeitern gewidmet, die auch nach ihrem “Ankommen“ vergessen haben, ihre Jugend, ihre Sehnsuchte, Traume und Werte aus dem Koffer zu packen. “Besitzen“ hieß ja auch ein wenig verloren gehen. Ihnen und ihren Kindern ...
Das Stück thematisiert, wie Kinder dieser Generation nach dem Ankommen vergessen haben, ihre Koffer auszupacken. So schlummern im Gepäck ihre Jugend, Sehnsüchte, Träume und Werte. Doch “Besitz” heißt für Güçyeter auch ein bisschen, dass man verloren geht. Mit dieser Metaphorik richtet sich das Stück an alle anderen Kinder, die morgens ebenso wie seine Mutter, auf dem einsamen Küchentisch das geschmierte Nutella-Brot vorgefunden haben. Und natürlich an die, die mehr darüber erfahren wollen.
Güçyeters Stück erzählt aus den Erfahrungen seiner Mutter heraus. Schon seine Urgroßmutter erlebte Zerrissenheit zwischen zwei Ländern. Auch sie musste ihre Heimat verlassen. Aus Griechenland wurde sie in die Türkei umgesiedelt. Ebenso musste die nächste Generation das Nest in Istanbul verlassen. So ging die nächste Reise nach Köln. In seinem Stück Annemin Almanya Masal inszeniert er die Zerrissenheit dieser Generation.
Text/Regie/Produktion Dincer Gucyeter
Ensemble Birten Onel Ural, Filiz Karadag, Fatos Sahan, Gul Eme- ket Karakoyun, Derya Stullgens, Mustafa Toni Aksu, Bora Aydn, Ozay Vural
Türkisch mit deutschen Übertiteln